Am 9. 12. 2008 wurde unser BOB eröffnet. Dazu erschien dieser Artikel in der WAZ:
Bob braucht noch Schwung
Rheinberg, 10.12.2008, MARCO VIRGILLITO
AUSBILDUNG. Die Agentur für Arbeit finanzierte der Gemeinschaftshauptschule Rheinberg ein gut ausgestattetes Berufsorientierungsbüro. Eine außerschulische Kooperation würde helfen.

Ralf Keusemann berät Schüler Simon im BOB. (Foto: GW)
RHEINBERG. Rolands Juknevics aus der Klasse 9a weiß mit seinen 15 Lenzen, dass er mal Tischler werden möchte. Wie er genau in seinen Wunschberuf kommt, wie er sich im Bewerbungsgespräch verhalten soll und so weiter, das weiß er noch nicht genau. Dafür ist eine intensivere Beratung erforderlich.
Beratungsgespräch per Video analysieren
In den Genuss einer solchen Berufsorientierung sollen Schüler der Gemeinschaftshauptschule Rheinberg demnächst kommen. Den Anstoß dazu hat die Agentur für Arbeit mit dem Projekt "Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten" gegeben. Aus den landesweit 7,5 Millionen Euro bereitstehenden Mitteln erhielt auch die Rheinberger Schule 5000 Euro für ein BOB - ein Berufsorientierungsbüro. "Wir freuen uns über die Unterstützung. Aber jetzt stellt sich die Frage, wie das Büro geführt werden soll. Uns fehlt Personal", erklärt der für die Berufsberatung zuständige Lehrer, Ralf Keusemann.
Klar, Berufsberatung ist bereits Teil des Schulunterrichts. Aber wenn es konkreter wird, ist eine individuelle Beratung nötig, weiß Ralf Keusemann. Die ist im BOB möglich. In dem Büro stehen neben drei internetfähigen Computern samt Druckern auch eine Videokamera, ein Fernseher und ein DVD-Player. "Damit können wir etwa ein Bewerbungsgespräch filmen und nachher analysieren", sagt der Beratungslehrer. Sprache und Körperhaltung können so zum Beispiel verbessert werden. Auch Telefon- und Bewerbungstrainings sind vorgesehen. Rund 200 Schüler der drei Jahrgangsstufen kommen für die Beratung in Frage.
Mit Petra Platzek und Bärbel Kathagen stehen immerhin zwei ehrenamtliche Patinnen zur Verfügung, die bereits Erfahrung in der Beratung vorweisen können. Aber: "Ohne eine Kooperation mit außerschulischen Partnern wird es schwierig", bittet Keusemann Vertreter der Wirtschaft, die Wirtschaftsförderung, die Stadt Rheinberg, die bereits bei der Renovierung des Raumes unterstützte, und die Agentur für Arbeit um Unterstützung. Bürgermeister Hans-Theo Mennicken begrüßt die Einrichtung des BOB. Er sieht die Handwerker der Zukunft in den Hauptschulen.
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